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Macbeth - Melodramatische Begegnungen

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Macbeth - Melodramatische Begegnungen
Macbeth - Melodramatische Begegnungen
Sonntag, 14.08.2022, 11:00 Uhr
Spitalhofsaal Reutlingen
Tickets
Veranstaltungspreise: 15,00 EUR
Dauerkarte erhältlich
„Life is but a walking shadow…“
Ein Märchen ist’s, erzählt von einem Narren

Melodramatische Begegnungen

William Shakespeares Verse
mit Kompositionen von William Byrd, Johann Sebastian Bach,
Carl Philipp Emanuel Bach, François Couperin, Ludwig van
Beethoven, Modest Petrowitsch Mussorgski, Erik Satie und
György Ligeti


Urte Lucht, Cembalo
Dieter E. Neuhaus, Stimme


Sprache und Musik

Gesprochene Sprache ist Musik, das heißt, sie klingt, ist dynamisch, rhythmisch und melodisch. Und Musik erzählt, das heißt, sie verarbeitet und vermittelt Gefühle, Gedanken und Geschichten.

Diese beiden Feststellungen beschreiben die Basis für das Projekt von Urte Lucht und Dieter E. Neuhaus. Die menschliche Stimme und ein historisches Cembalo sind seine Instrumente.

Shakespeare haben sie gewählt, sein Drama „Macbeth“. Doch es geht ihnen nicht um die Handlung des Stücks, nicht um eine Solotheater-Performance mit Cembalomusik. Vielmehr stellen sie die von Shakespeare in überwältigender Sprache drastischen, berührenden, auch grotesk-komisch gestalteten Aspekte menschlicher Verhaltensweisen in den Vordergrund: Machtgier und Machtmissbrauch in einer lieblosen Welt, herrschen und beherrscht werden, Ohnmacht, Schicksal, Naturgewalten…

Textgrundlage ist die Übersetzung von Dorothea Tieck (1799 – 1841).

Eine Art Zeitreise ist entstanden: Shakespeare und seine Sprache begegnen zunächst der Musik seiner eigenen Zeit und dann durch die Jahrhunderte hindurch Kompositionen bis in die Gegenwart.

Die Beschäftigung mit „Macbeth“ und den eigenen Texten bestimmte Urte Luchts Musikauswahl. Das Ergebnis einer Vielzahl von Proben ist ein Wechselspiel von Versen und Musik sowie das Zusammenspiel, das Melodrama: mal passt sich die Sprache der Musik an, dann wieder die Musik der Sprache, immer in unmittelbarer, aufeinander bezogener Verbindung. Der Umgang mit den Vorlagen ist frei: Kürzungen, Wiederholungen in den Texten wie in der Musik.

Eine besondere Rolle spielt das Cembalo: Es verkörpert den Klang der Shakespeare-Zeit und gibt so den Kompositionen von Beethoven bis Satie ein neues und ungewöhnliches, ein Shakespeare-Gewand.

Um dem Publikum den Weg durch dieses „Macbeth“-Melodrama zu ebnen, verfasste Dieter E. Neuhaus neun „Gedankenspiele“ mit assoziativen Überleitungen zum Verständnis der einzelnen szenischen Komplexe. Und musikdramaturgisch bedeutsam: quasi leitmotivisch begleitet von einem für Cembalo komponierten Stück György Ligetis, „Hungarian Rock (Chaconne)“, das, wie auch sein Titel zeigt, unsere Gegenwart mit der Shakespeares zusammenbringt. (Urte Lucht und Dieter E. Neuhaus)


Programm (keine Pause):

Die ganze Welt ist Bühne
„Wie es Euch gefällt“
2. Aufzug, 7. Szene

Erstes Gedankenspiel
György Ligeti
(1923 – 2006)
Hungarian Rock (Chaconne)

Life is but a walking shadow
Macbeth“, 5. Aufzug, 5. Szene
William Byrd
(ca. 1543 – 1623)
The Trumpetts

Zweites Gedankenspiel
György Ligeti
Hungarian Rock (Chaconne)

Hexen – Natur
1. Aufzug, 1. Szene / 3. Szene
Ludwig van Beethoven
(1770 – 1827)
Largo aus dem „Geistertrio“

Drittes Gedankenspiel
György Ligeti
Hungarian Rock (Chaconne)

Ein Mann: Macbeth
4. Aufzug, 3. Szene
Ludwig van Beethoven
Largo aus dem „Geistertrio“

Eine Frau: Lady Macbeth
1. Aufzug, 5. Szene
Ludwig van Beethoven
Largo aus dem „Geistertrio“

Viertes Gedankenspiel
György Ligeti
Hungarian Rock (Chaconne)

Eine Frau – ein Mann
1. Aufzug, 7. Szene
François Couperin
(1631 – 1701)
La Triomphante

Fünftes Gedankenspiel
György Ligeti
Hungarian Rock (Chaconne)

Ein Mord
1. Aufzug, 3. Szene / 2. Aufzug, 1. Szene / 2. Szene / 3. Szene
Ludwig van Beethoven
Largo aus dem „Geistertrio“

Johann Sebastian Bach
(1685 – 1750)
Chromatische Fantasie

Carl Philipp Emanuel Bach
(1714 – 1788)
Allegro aus der Sonate g-moll

Carl Philipp Emanuel Bach
Andante con Tenerezza (aus der Sonate A-Dur)

Sechstes Gedankenspiel
György Ligeti
Hungarian Rock (Chaconne)

Reden – Schweigen
2. Aufzug, 3. Szene
Carl Philipp Emanuel Bach
Andante con Tenerezza (aus der Sonate A-Dur)

Siebtes Gedankenspiel
György Ligeti
Hungarian Rock (Chaconne)

Männer-Torheit
3. Aufzug, 4. Szene
Ludwig van Beethoven
Adagio Sostenuto (aus der Klaviersonate Nr. 14 „Mondscheinsonate“)

Achtes Gedankenspiel
György Ligeti
Hungarian Rock (Chaconne)

Frauen-Wahnsinn
5. Aufzug, 1. Szene / 4. Szene
Modest Petrowitsch Mussorgsky
(1839 – 1881)
Die Hütte auf Hühnerbeinen („Baba Jaga“)

Neuntes Gedankenspiel
György Ligeti
Hungarian Rock (Chaconne)

William Byrd
(ca. 1543 – 1623)
The Bells

Weheschreien
5. Aufzug, 5. Szene
Erik Satie
(1866 – 1925)
1ère Gnossienne

Ein Märchen ist’s, erzählt von einem Narren
5. Aufzug, 5. Szene


Über Urte Lucht

Bereits im Alter von vier Jahren begann Urte Lucht mit dem Cembalospiel. Als Jugendliche besuchte sie Meisterkurse bei Gustav Leonhardt, Jos van Immerseel und Nikolaus Harnoncourt. Nach dem Studium in Hamburg, Zürich (bei Johann Sonnleitner) und Basel an der Schola Cantorum Basiliensis (bei Jesper Christensen) begann ihre rege Konzerttätigkeit sowohl auf dem Cembalo als auch dem Hammerflügel. Internationale Preise, Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen folgten.

Urte Lucht tritt bei den großen Festspielen wie dem Schleswig Holstein-Musikfestival, den Barockfestspielen Arolsen, Tage Alter Musik Regensburg, Bodensee-Festival, Europäische Wochen Passau, Landshuter Hofmusiktage auf.

Neben der historisch informierten Aufführungspraxis hat sie ein großes Interesse an Neuer Musik, belegt durch etliche Erst- und Uraufführungen, unter anderem von Werken Josef Tals und Erhan Sanris.

Im Schweizer Radio SRF ist sie oft als Fachexpertin in der Sendung „Diskothek“ zu hören und ist außerdem Mitbegründerin des Ettenheimer Musiksommers, der renommierten Konzertreihe für Alte Musik in der Barockstadt Ettenheim.

Von 2000 bis 2003 war sie Dozentin an der Int. Frühjahrsakademie für Alte Musik in Stift Geras/Österreich und unterrichtete 2005 bei den Internationalen Sommerkursen in Schloss Bietigheim. Seit 2007 unterrichtet Urte Lucht an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe.


Über Dieter E. Neuhaus

Dieter E. Neuhaus war von 1972 bis 1985 an den Theatern in Schleswig, Luzern, Bonn und Freiburg im Breisgau engagiert. Seitdem arbeitet er freiberuflich.

Er leitete Opern- (u.a. „Dido und Aeneas“ von Purcell, „Orpheus und Eurydike“ von Gluck) und Schauspielprojekte (u.a. zweisprachige Inszenierungen mit jungen Schauspielern aus Frankreich und Deutschland).

Von besonderer Bedeutung sind für ihn die 25 Freilichttheater-Projekte, die er mit Menschen eines Ortes oder einer Region oftmals aus Anlass eines historischen Ereignisses erarbeitete: So zeichnete er in der Abtei Brauweiler 1993 für das „Das Klosterspiel“ und 1999 für den „Jahrtausendkehraus“ verantwortlich.

Als Schauspieler gestaltete er bei über 500 Auftritten in Deutschland, der Schweiz, Österreich, den Niederlanden und bei Rundfunksendern dieser Länder Texte (u.a.) von Boccaccio, Grimmelshausen, Hölderlin, Goethe, Hans Christian Andersen, Mark Twain und zusammen mit Musikerinnen und Musikern Dichtung des Barock, des Expressionismus, die „Bild“-Zeitung und „Der Ring des Nibelungen von Richard Wagner in 98 Minuten“.

„Komm, Trost der Nacht, o Nachtigall“ ist der Titel des ersten gemeinsamen Programms von Urte Lucht und Dieter E. Neuhaus mit Musik und Lyrik aus der Barockzeit. „Theatralisches und Musikalisches aus dem Leben des Dichters August von Kotzebue“ gestalteten Urte Lucht und Dieter E. Neuhaus unter dem Titel „Zwerge bleiben Zwerge, auch wenn sie auf Alpen sitzen“. Am 23. März 2019, genau 200 Jahre nach der Ermordung des Dichters, war in Gegenwart seines Nachfahren Otto von Kotzebue die Uraufführung im Musikstudio Gabriele Paqué in Bonn.


Künstlerische Leitung: Prof. Albrecht Holder


Bitte informieren Sie sich rechtzeitig über die am Veranstaltungstag geltenden Corona-Bestimmungen des Landes Baden-Württemberg.


Mehr zur Konzertreihe „Musica Antiqua“ unter www.reutlingen.de/musica-antiqua


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  • Veranstaltungsort
    Spitalhofsaal Reutlingen

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