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Pee Wee Ellis / David Liebman

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Pee Wee Ellis / David Liebman
Freitag, 31.07.2020, 20:00 Uhr
Marktplatz Rottenburg
Tickets
Veranstaltungspreise: 39,50 EUR
"Light'n Up Band"

Besetzung:
Dave Liebman, tenor sax, soprano sax
Pee Wee Ellis, tenor sax
Denny Ilett, guitar
Gareth Williams, keys
Laurence Cottle, bass
Guido May, drums

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    David „Dave“ Liebman (geboren 4. September 1946 in Brooklyn, New York City) ist ein US-amerikanischer Jazz- Tenor- und Sopransaxophonist:

    David Liebman erhielt ab dem neunten Lebensjahr Klavierunterricht. Ab dem zwölften Lebensjahr spielte er Tenorsaxophon und ging als Jugendlicher mehrfach zu Konzerten von John Coltrane. Unterstützt von Bob Moses gab er mit vierzehn Jahren sein erstes Konzert. Während der Zeit auf der Highschool und dem Musikstudium auf dem Queens College wurde er privat von Joe Allard, Lennie Tristano und Charles Lloyd unterrichtet. Sein Studium der amerikanischen Geschichte an der New York University schloss er 1968 ab. Dann trat er in der New Yorker Loft-Szene als Organisator und Musiker der Kooperative Free Life Communication hervor. Seit 1970 war er als Musiker professionell tätig, zunächst in einer der frühen Jazzrock-Band Ten Wheel Drive, wo er der einzige Holzbläser war und auch Sopransaxophon spielen musste.
    Dann gehörte David Liebman für zwei Jahre zur Band von Elvin Jones, nahm mit Miles Davis auf (On the Corner, Get Up with It), bevor er 1973 und 1974 weltweit mit dessen Gruppe tourte (Dark Magus) und mit Bob Moses im Open Sky Trio spielte. Mit seiner ersten eigenen Gruppe Lookout Farm (gemeinsam mit Richie Beirach, ab Ende 1973) war er erfolgreich. 1977 tourte er mit Chick Corea, bevor er ein Quintett gründete (u.a. mit John Scofield), um dann wieder mit Beirach aufzutreten. Seit 1981 leitete er die Gruppe Quest (zunächst mit George Mraz und Al Foster, dann bis 1991 mit Ron McClure und Billy Hart). In Europa trat er mit zahlreichen Musikern wie Joachim Kühn, Daniel Humair, Paolo Fresu, Jon Christensen, Bobo Stenson, Harry Pepl, Michel Portal oder Jean-Paul Celea ebenso auf wie mit der WDR Big Band Köln, dem Metropole Orkest und im Bereich der Neuen Musik dem Ensemble Intercontemporain und dem Klangforum Wien. Auch schrieb er genreüberschreitende Musik für Streichquartett.
    David Liebman schrieb eine Reihe von Lehrwerken, darunter Chromatic Approach To Jazz Harmony & Melody und Self Portrait Of a Jazz Artist. Unter Saxophonisten ist vor allem sein Buch Der persönliche Saxophonsound („Developing a Personal Saxophone Sound“) angesehen, in dem er den gesamten Vorgang der Tonerzeugung am Saxophon beschreibt und auf Übungen zur Atmung, die Bewegung des Kehlkopfes, die Zungenposition beim Spielen, den Ansatz und die sogenannten Obertonübungen eingeht.
    David Liebman wird seit 1973 fast ständig als einer der führenden Sopransaxophonisten im Kritikerpoll des Down Beat geführt. 2011 führte er auch den Kritikerpoll der Jazz Times an.
    Sein Album Homage to Coltrane war 1988 die Schallplatte des Jahres der französischen Académie du Jazz. 1997 erhielt Liebman die Ehrendoktorwürde der Sibelius-Akademie in Helsinki, 2000 wählte ihn die International Association for Jazz Education in ihre Hall of Fame.
    2011 wurde David Liebman mit der NEA Jazz Masters Fellowship ausgezeichnet.

    Pee Wee Ellis:
    Der Funkpionier hat eine starke Jazzseite. Geht einer in der Biografie dieses sympathischen Herrn zeitlich rückwärts, stößt er auf eine interessante pädagogische Episode. Pee Wee Ellis hat eine Weile beim sehr ernsthaften und selbst dem Üben extrem zugeneigten Saxofonisten Sonny Rollins gelernt. Das war in jener Zeit, da Pee Wee Ellis, 1941 in Florida geboren, eher nur dem Jazz zugetan war und auch John Coltrane ein Vorbild nannte. Ellis bekam von Rollins also Privatunterricht.
    Das war 1957, Ellis spielte da und dort, 1965 jedoch sollte sich einiges ändern: Es meldete sich ein alter Freund und lud Ellis ein, Teil der Band von Energiefunker James Brown zu werden. Es ging natürlich auch ums Geldverdienen, aber es wurde Musikgeschichte daraus: James Brown, so Ellis, war musikalisch nicht akademisch gebildet. Gut so. Er hatte nämlich eine Vision.
    Ellis: "Er hatte den Instinkt, den ich nicht hatte. Er erfasste intuitiv, wie die Musik klingen sollte. Vieles, von dem ich gedacht hatte, es würde nie funktionieren, funktionierte bei Brown." Ellis wiederum hatte eine gute Ausbildung genossen. Eigentlich wollte er "nur genug verdienen, um Jazz spielen zu können". Das war der Plan. Tatsächlich wurde er jedoch Musikchef der Band. Und zusammen mit Brown kreierte er jenen typischen Funksound der 1960er-Jahre.
    Das Stück Cold Sweat etwa basiert auf einer Basslinienidee von Brown. Dazu erdachte Ellis auch den Bläsersatz, der von Miles Davis' Stück So What inspiriert war. Auch der Klassiker Say it loud – I'm black and I'm pround und einiges mehr wurden Produkte dieser Zusammenarbeit.
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    Marktplatz Rottenburg
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